Wortsalat
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Nachtschatten

Die Nacht ist schwül. Heißes Feuer pulst in deinen Adern, breitet sich aus, erreicht deine Lenden. Brodelnde Urkraft. Lass den Bär tanzen!

Du durchstreifst die Stadt, sie ist dein Revier. Die uralten Instinkte beherrschen dich, an jeder Ecke lauert der Trieb.

Deine Augen funkeln, sprühen. Du musterst jedes Gesicht, taxierst Körper, Formen, Beine. Die Nacht ist verdammt schwül, dein Körper ein Hochofen vor dem Abstich.

Du federst locker in den Kniegelenken, die Arme leicht abgewinkelt vom Oberkörper. Dein Kopf pendelt von links nach rechts, deine Blicke sind Radarstrahlen.

Im rechten Mundwinkel eine Zigarette postiert, lässig nach unten geneigt. Folge der Glut!

Die Neonlichter brennen dir ihre Botschaft ins Gehirn, unausweichlich, unauslöschlich: Bar, Bistro, Bordell.

Du hast dein Opfer erspäht. Stehenbleiben, eine neue Kippe.

"Sorry, haste mal Feuer?"

"Klar."

"Danke." Ein tiefer Zug, alles Vorspiel.

"Kann ich dich zu irgendwas einladen? Kino, Kneipe, Kamasutra? Nicht? Dann eben nicht. Leck mich."

Dann eben wieder U-Bahn. Da hängen sie ab, geil auf nen Schuss. So wie du.

Nachtschatten
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